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"Kra Kee Le!" Ausstellung von Evamaria Schaller

Veranstaltung

Titel:
"Kra Kee Le!" Ausstellung von Evamaria Schaller
Wann:
Fr, 2. Oktober 2020 - So, 1. November 2020
Wo:
Deutschlandsberg, Steiermark
Kategorie:
Ausstellung

Beschreibung

Als Performancekünstlerin ist ein Charakteristika von Evamaria Schaller´s Arbeiten, dass sie sich jeweils in den Ort einschreibt und darauf reagiert, um Aktionen in Form von Performances, Videos oder Filme zu kreieren. Sie beschreibt ihren künstlerischen Prozess als den Versuch, “Zeit in Bilder im Raum” zu übersetzen.

"Ich entwerfe Bilder als Bildhauerin mit dem Körper als Material.
Ich schaffe Strukturen als Malerin, die Zeit als Pinsel.
Ich interveniere als Musikerin und der Raum beginnt zu klingen.
In diesen intensiven Momenten der Begegnung versuche ich, mein
Universum und die Art und Weise, wie ich es entdecke, zu teilen", Evamaria Schaller

Videoarbeiten und eine Live-Performance zur Eröffnung zentrieren die Ausstellung "Kra Kee Le!"

Öffnungszeiten: Fr, 15.00 bis 18.00 Uhr
Sa, 09.00 bis 12.00 Uhr
So: 15.00 bis 18.00 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung (Peter Michelitsch: 0650 / 236 61 29)

 

Dedaillierte Infos:

Als Performancekünstlerin ist ein Charakteristika von Evamaria Schaller´s Arbeiten, dass sie sich jeweils in den Ort einschreibt und darauf reagiert, um Aktionen in Form von Performances, Videos oder Filme zu kreieren. Sie beschreibt ihren künstlerischen Prozess als den Versuch, “Zeit in Bilder im Raum” zu übersetzen.
Schaller setzt den eigenen Körper buchstäblich dort ein, wo er weder erwartet noch gewollt wird, und stellt damit einen Affront gegen das System der Ordnung und Kontrolle dar. Der Körper ist nicht nur Medium und Mittel zur Erfahrung der Welt, sondern letztlich auch der Ort, an dem der Kampf um Zugehörigkeit, Identität, Gerechtigkeit und Wahrheit geführt wird. (Roman Grabner)
So wird der Körper als soziales Konstrukt von Zwängen und gesellschaftlichen Standards unterworfen, dekonstruiert und hinterfragt. Selbstoptimierung, Suche nach Identität, genetische Veränderungen - mit diesen Thematiken befasst sie sich künstlerisch seit einiger Zeit.

Die im Laßnitzhaus gezeigte Fotoserie “Becoming Native” basiert auf DNA-Tests durch die sie ihre “Wurzeln” kennenlernen wollte. Durch Appropriation näherte sie sich Traditionen, Bemalungen oder kunsthistorischen Identitäten ihrer Vergangenheit an. Die Weiterführung und Hinterfragung der Optimierung des Körpers durch genetische Intervention zeigt die Fotoserie “bastard I US”, welche sie für die Ausstellung im Austrian Cultural Forum “Freedom will have been an episode”, 2020, mit Günter Brus fotografierte. Die Grenzen der Freiheit von Experimenten mit anderen Lebewesen hinterfragend, um zur beispielsweise Heilung von Krankheiten beizutragen, dient letztendlich doch der Frage nach “ewigem” Leben und der Sehnsucht des Menschen, sich den mythischen übermenschlichen Wesen von Mythologien transbiologisch anzunähern.


Videoarbeiten und eine Live-Performance zur Eröffnung zentrieren die Ausstellung "Kra Kee Le!"


Krakeelen ist, wenn lautstark geschrien, geschimpft, gestritten wird. Schaller streitet nicht ab politisch mit ihren Arbeiten intervenieren und das System hinterfragen zu wollen. Welches menschliche Monstrum entsteht derzeit, auf der Suche nach Identität und Zugehörigkeit? Hilft es lautstark auf der Straße zu schreien, um politischen Streit anzufachen? Oder sind es leisere Töne, die an die Vernunft und die Sehnsucht nach Intimität und dem wahren Ich, die die Menschen antreibt?

Zur Person:
Evamaria Schaller, 1980 in Graz / Österreich geboren, ist eine Performance- und Videokünstlerin. Sie lebt und arbeitet in Lannach und rund um Köln, wo sie bis 2011 an der Kunsthochschule für Medien, Köln studierte. Sie ist Mitbegründerin des Performance Aktionslabors PAErsche und dem Künstlerduo Jellyspoor mit Andreas Gehlen. Sie wurde mit Preisen wie Chargesheimer Stipendium der Stadt Köln, dem STARTstipendium des BKA Österreich, 2012, ausgezeichnet; erhielt das Peter Mertes Stipendium des Kunstvereins Bonn, 2013, den Preis der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG (Förderungspreis des Landes Steiermark) 2016, Künstlerresidenzen in Marrakech, Istanbul oder dem Künstlerdorf Schöppingen 2017, realisiert 2020 ein das Kunst am Bau Projekt “Perspective” in Köln, finalisiert das Projekt “Herbergerin” im Stieglerhaus St. Stefan ob Stainz, 2021.

 


Veranstaltungsort

Standort:
Laßnitzhaus
Straße:
Hollenegger Straße 8
Postleitzahl:
8530
Stadt:
Deutschlandsberg
Bundesland:
Steiermark
Land:
Austria

Beschreibung

Nähere Informationen zum Laßnitzhaus finden sie hier.