Im 17. Jahrhundert wurde der Schilcherstock im Eibiswalder Weingebiet kultiviert. Zu jener Zeit fand der Schilcher in der Obersteiermark immer stärkeren Absatz, und die Stadt Judenburg entwickelte sich zu einem großen Weinumschlagsplatz.
Die Zeit der Aufklärung ging auch an den Schilcherbauern nicht spurlos vorbei. Unter Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Josef II. kam es zu einer wirtschaftlichen Erholung, und somit brachen auch für den Schilcher wieder bessere Zeiten an.
Von großer Bedeutung ist das noch geltende Patent Josefs II. von 1784, das Buschenschankgesetz, wonach die Besitzer eines Buschenschankes selbst erzeugte Lebensmittel, unter denen besonders Wein und Obstmost erwähnt werden, beliebig frei verkaufen können.
Nach der Niederringung Napoleons 1815 begann die Wirtschaft wieder aufzuleben. Über die Ausdehnung des Schilcherweinbaues wird besonders die in den Jahren 1810 bis 1845 von Erzherzog Johann veranlassten Bezirksschreibungen berichtet.
Die Wildbacherrebe ist ein Kind der Weststeiermark. Sie wurde 1841 zum ersten Mal klassifiziert. Erzherzog Johann war ein großer Förderer des Schilchers. Mit Hilfe seines Verwalters Anton Neuhold konnte er die erste Schilcherrebenschule der Weststeiermark errichten. Er ließ über acht Joch Weingärten mit dem Wildbacher ansetzen. So erreichte die Schilcherkultur um 1850 einen hohen Stand.
Als 1880 schließlich die Reblaus auftrat, kam es zu einem weiten, vielfach katastrophalen Rückgang des Weinbaues, doch konnte die Steiermark in der Bekämpfung große Erfolge erzielen. Da sich der Rebschädling jedoch so schnell ausbreitete, wurde die Rodung der Weingärten in den wichtigsten Befallsgebieten angeordnet.
Bereits 1885 aber konnte man wieder mit der Regenerierung der Weingärten durch die Anpflanzung von Pfropfreben auf amerikanischen Unterlagsreben beginnen.